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Firmenchronik

 

Am Anfang stand die Idee

1936 gründete Willy Gerber im Ortbühl, Gemeinde Steffisburg, die Gärtnerei als Einzelunternehmung. Der junge Gärtnermeister erfuhr, dass aller Anfang schwer ist, denn er führte alle Arbeiten selbst aus. Der erste verkaufsbereite Salat fand zu 30 Rp. das Stück guten Absatz. Schon bald ging Willy mit seinem „Wägeli“ nach Thun z'Märit. Einzig ein „Zugpferd“ fehlte im noch. Er fand es schliesslich in seiner Ehegattin Rosalie Bärtschi. Am besten verkauften sich auf dem Markt Kopfsalat und Setzlinge. Abends kehrten die Beiden mit 60 Fr. Tageseinnahmen stolz nach Hause zurück.  

Die Kriegszeit

Die härteste Zeit kam während des Krieges. Willy und Rosalie hatten noch zu wenig Geld um sich einen Angestellten leisten zu können. Wegen der grossen Nachfrage nach Gemüse waren Gerbers fast Tag und Nacht auf den Beinen. Bald einmal aber halfen die insgesamt sechs Kinder auch schon im Betrieb mit. Mit den Ersparnissen wurden damals laufend Werkzeuge und Maschinen gekauft, sowie betriebliche Verbesserungen vorgenommen.

Der Standortwechsel     

Der Pachtvertrag lief nach 10 Jahren ab. Ein glücklicher Zufall ermöglichte es, dass Willy eine zum Verkauf angebotene Liegenschaft im Glockental erwerben konnte, der heutige Standort des Betriebes. Nun im Jahre 1946 konnte Willy endlich einen Gärtner einstellen, Walter Wild, ein zäher und intelligenter Appenzeller, der unserem Betrieb bis heute treugeblieben ist. Die Gärtnerei im Glockental florierte und konnte schon bald modernisiert und ausgebaut werden. 1963, als der erste Blumenladen eröffnet wurde, stand Rosalie Gerber noch zusätzlich eine Floristin zur Seite.

Der Generationenwechsel

Der jüngste Sohn Ruedi hatte Freude am Gärtnern und absolvierte in den Jahren 1960 – 1963 bei der Gärtnerei Liebi in Thun die Gärtnerlehre. Anschliessend bildete er sich in Schweden weiter, besuchte dann die Meisterschule auf dem Oeschberg und schloss 1968 mit der Meisterprüfung seine Ausbildung ab. Danach arbeitete er zuhause im Betrieb, wo er vorallem die Gärtnerei betreute, der Vater kümmerte sich um die Kundengärten. Ruedis zukünftige Frau Ruth Gerber- Marti arbeitete ebenfalls im Familienbetrieb. Sie führt bis heute den Blumenladen. Sie ist Hauptverantwortliche für das gute Image und die Exklusivität des heutigen Ladens. 1970 heirateten die Beiden und schon zwei Jahre später stand der erste Nachwuchs vor der Tür, Tochter Karin. Zwei Jahre später kam Ruedi Gerber junior zur Welt.

Das Wachstum

Da das Verhältnis zwischen Vater und Sohn gut war, trug die Arbeit Früchte. Im Jahre 1974 wurde das erste, grosse Gewächshaus nötig. 1975, trat Hansruedi Ryser ins Geschäft ein. Als Vorarbeiter, Betriebstechniker und Allrounder arbeitet er noch heute im Geschäft. Er ist durch seinen unermüdlichen Einsatz massgeblich am erfolgreichen Geschäftsgang mitverantwortlich.

1976 übernahmen Ruth und Ruedi Gerber den Betrieb. Vier Jahre später starb Willy Gerber, der Gründer, an den Folgen eines Herzinfarkts.

Die Gärtnerei wuchs immer weiter und im Jahre 1980 wurden ein neues Gewächshaus und ein Blumenladen gebaut. Ein Wagnis, das sich lohnte.

Als Berufsschullehrer und Lehrmeister setzte sich Ruedi senior tatkräftig bei der Lehrlingsausbildung ein. Zu dieser Zeit arbeiteten in der Gärtnerei 8 Angestellte und im Blumenladen 6 Floristinnen. Im Frühling wurden zudem, wie heute, einige Aushilfskräfte angestellt.

Der zweite Umbau
Der unermüdliche Einsatz der Familie Gerber und ihrem Team und die günstige Wirtschaftslage der 80er Jahre liessen einen guten Geschäftsgang zu. Schon 1989 genügte der alte Laden der steigenden Nachfrage nicht mehr und der Platz wurde knapp. Im Februar 1989 begannen nun die Abbrucharbeiten. Neue Arbeitsräume, ein Blumenladen, Werkstatt, Kühlraum, Büro und Personalaufenthaltsräume wurden gebaut. Das Prunkstück des Umbaus ist der neue Blumenladen. Der Aufbau des Ladens entspricht dem dreidimensionalen Aufbau einer Blume. Zentrum ist der quadratische Lichthof (Atrium).

           

Die neunziger Jahre
Nun war es wieder an der Zeit etwas für die Kultureinrichtungen zu tun. Neue Giesssysteme wurden eingerichtet, die Gewächshausanlagen modernisiert und neue Transportsysteme angeschafft. Für die Weihnachtsbaumanzucht stand mitlerweile eine Fläche von zwei Hektaren zur Verfügung. Für den Unterhalt der Weihnachtsbaumkulturen sorgen Ruedi Gerber senior und seine Shropshire Schafe.

Blumen Gerber & Co.
Im Jahre 2000 wurde die Einzelfirma Blumen Gerber in eine Kollektivgesellschaft umgewandelt. Stephan Nyffeler, ein langjähriger Mitarbeiter der schon die Lehre bei Gerbers absolviert hat und sich anschliessend zum Gärtnermeister weitergebildete, wurde neues Geschäftsleitungsmitglied und Gesellschafter. Auch er setzt sich als Berufschullehrer tatkräftig in der Lehrlingsausbildung ein.

Zukunft...

Im April 2005 ist Ruedi Gerber jun. neu als Gesellschafter und Geschäftsleitungsmitglied in den Betrieb eingestiegen. Der gelernte Gärtner absolvierte ein einjähriges Praktikum in den USA und bildete sich anschliessend zum Betriebsökonomen HF weiter.

Zusammen mit Stephan Nyffeler wird das erfolgreiche Weiterführen der Gärtnerei Blumen Gerber & Co. angestrebt.